IWRM Karlsruhe

Kongresszentrum Karlsruhe

21. - 22. November 2012

Warum IWRM (in) Karlsruhe?!

Statement Prof. Hartwig Steusloff | Fraunhofer IOSB

Die endlichen globalen Süßwasser-Ressourcen sind nicht substituierbar und nur durch energieintensive Technologien erweiterbar. Das Wachstum der Weltbevölkerung und der Klimawandel werden die Situation verschärfen: Die Megacities z. B. in den Halbwüstengebieten Ostasiens sehen einem gravierenden Mangel an nutzungsgerecht verfügbarem Wasser spätestens in der kommenden Dekade entgegen. Dem Integrierten Management von Wasserressourcen (IWRM) kommt hier eine vieldimensionale Bedeutung zu, die ihre Entsprechung im neu definierten Scope für die IWRM Karlsruhe 2012 findet.

Der Kongress, die Postersessions und die Ausstellung mit Industrieforum der IWRM Karlsruhe 2012 bieten eine Plattform zur Diskussion und Konkretisierung des Beitrages von IWRM zur Bewältigung des globalen Wassermangels. Ihre Beiträge zur IWRM Karlsruhe 2012 werden in eine "Karlsruher Deklaration" zum Potential des IWRM einfließen, die sich an die internationale Politik, Administration und Wissenschaft wendet.

Die internationale IWRM-Community zählt auf Ihren Beitrag in Karlsruhe!

Prof. Dr. Hartwig Steusloff

(Vorsitzender des Konferenzbeirates der IWRM Karlsruhe)

Statement Dr. Peter Fritz | Karlsruher Institut für Technologie (KIT)

Globaler Wandel, steigender Wasserbedarf und eine Vielzahl von Nutzungskonflikten erfordern ein ökonomisch effizientes, gleichzeitig aber sozial und ökologisch tragfähiges Wassermanagement. Ein Schlüsselelement bildet dabei die Weiterentwicklung des „Integrated Water Resources Management“ (IWRM) - Ansatzes. Zukünftige IWRM-Konzepte sollen verstärkt vereinheitlichte Zielsetzungen und Erfolgsindikatoren enthalten, die miteinander interagierenden Teilsysteme analysieren und bedarfsgerechte Handlungsempfehlungen für ein nachhaltiges Wassermanagement anbieten. Hierzu sind auch neuartige Modellansätze erforderlich, die einen verlässlichen risikobasierten Test von Managementstrategien unter veränderten Randbedingungen ermöglichen. Die Verbesserung der regionalen Versorgung mit qualitativ hochwertigem Wasser insbesondere in Entwicklungsländern setzt außerdem ein gemeinsames, adaptives Management von Trinkwasser, Abwasser, Oberflächenwasser und Grundwasser voraus. Verteilungsinfrastrukturen sowie Speicheroptionen müssen sowohl im konzeptionellen als auch im technischen Sinne optimiert werden, um die z.T. erheblichen Verluste zu minimieren und Pufferkapazitäten für stark variable Wassermengen zu erzielen. Des Weiteren sind bedarfsbezogene Versorgungskonzepte unter Berücksichtigung ökonomischer und sozialer Rahmenbedingungen erforderlich.

Die Entwicklung neuer Ansätze und Verfahren für ein koordiniertes Management von Wasserres-sourcen im Sinne einer wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Optimierung unter Gewährleistung der Nachhaltigkeit von Ökosystemfunktionen und –dienstleistungen steht deshalb im Fokus der neu ausgerichteten IWRM Karlsruhe 2012. Wir freuen uns auf die gemeinsame Diskussion und Konkretisierung der zukünftigen Ausrichtung des IWRM.

Am Karlsruhe Institut für Technologie (KIT) wurden bzw. werden in den letzten Jahren zahlreiche vom BMBF geförderte IWRM-Projekte häufig federführend durchgeführt, z.B. in Vietnam, Indonesien und an der Wolga bzw. im Voltabecken sowie in der Jordan-Region (SMART-Projekt, GLOWA Jordan). Die erfolgreiche Projektumsetzung konnte/kann dabei nur in enger Kooperation mit zahlreichen Partnern aus Deutschland und in den Zielregionen stattfinden. Auf dieser Kompetenz aufbauend wird das KIT auch in Zukunft einen wesentlichen Beitrag zur Sicherung der weltweiten Wasserversorgung leisten können.

Dr. Peter Fritz

(Vizepräsident für Forschung und Innovation am Karlsruher Institut für Technologie)

Vortrag auf der IWRM 2010

Rückblick IWRM Karlsruhe

Mehr als 400 internationale Konferenzteilnehmer aus 33 Ländern aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik auf der IWRM Karlsruhe 2010.

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